Schubiger Wiki

Fachbegriffe aus der Möbelbranche verständlich erklärt

Wie jede Branche unterliegt auch der Möbelhandel einer eigenen Sprache. In unserem Schubiger Wiki erklären wir Ihnen alles Wissenswerte zu den Begrifflichkeiten rund um Möbel mit dem Ziel, Ihnen den Einkauf bei uns zu erleichtern und Ihnen unsere Welt ein bisschen näherzubringen.

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A

Accessoires

Bei Wohnaccessoires handelt es sich um Dekorationsartikel, mit denen die Wohnbereiche geschmückt werden. Accessoires können Kissen, Vasen, Blumen, Kerzen, Figuren und vieles mehr sein. Das Sortiment ist beinahe unendlich und geht von verschiedenen Farben, Stilen über Materialien. Wohnaccessoires sorgen für den besonderen Wohlfühlfaktor zu Hause, da sie einen Raum optisch aufwerten, wohnlicher gestalten oder bestimmte Akzente setzen.

Akazie

Akazie zählt zu den tropischen Harthölzern und wird häufig zum Bau von Gartenmöbeln verwendet. Es handelt sich um ein massives Naturzholz. Akazienholz ist sehr robust, aber auch biegsam und gewährleistet damit eine gute Bearbeitung. Es kann auch ohne Imprägnierung im Gartenmöbel-Bereich genutzt werden. Zur Pflege kann es einfach feucht abgewischt werden.

Anilinleder

Anilinleder ist ein naturbelassenes, durchgefärbtes Leder ohne Oberflächenpigmentierung. Das Leder ist dadurch offenporig, sodass Feuchtigkeit hineindringen und es dunkeln kann. Die Vorteile sind ein angenehm warmer Griff und eine schöne Struktur. Der Nachteil ist die Empfindlichkeit. Möbel aus Anlinleder werden mit der Zeit glänzender, bleichen schneller aus und es kommt leichter zu Fleckenbildung als bei geschlossenen Poren.

Asteiche

Asteiche, auch Wildeiche oder Risseiche genannt, meint besonders astiges, rustikal wirkendes Eichenholz. Typisch sind die natürlichen Wuchsrisse, die wegen des Designs im Holz gelassen werden. Das Holz versprüht einen rustikalen Charme und wird oftmals für Möbel im Landhausstil verwendet. Es eignet sich besonders für Massivholzmöbel mit rauem Charakter. Auch bei der Herstellung von Balken-Betten kommt es zum Einsatz. Hier werden für das Grundgerüst lediglich vier Balken ineinander verschraubt. Durch das wilde Aussehen der Asteiche wirken die Möbelstücke so, als wären sie direkt nach dem Fällen der Bäume produziert worden.

B

Beimöbel

Beimöbel ist ein Überbegriff für alle Möbel, die neben den Hauptmöbeln wie Betten, Tischen oder Sofa ihren Platz im Wohnbereich finden. Darunter versteht man in erster Linie Kommoden, Sideboards, Nachttische oder Beistelltische. Aber auch Sitzwürfel, Hocker oder Truhen können zu den Beimöbeln gezählt werden. Sämtliche Beimöbel erfüllen neben dem praktischen Nutzen auch eine optische Funktion, da sie die Atmosphäre eines Raumes mitbestimmen. Damit werden sie zu wichtigen Einrichtungselementen.

Betonoptik

Wie es der Name schon sagt, handelt es sich bei Betonoptik um eine Oberfläche, die optisch wirkt, als wäre sie aus Beton geschaffen worden. In Wahrheit handelt es sich jedoch häufig um Glas, das mit einem Überzug versehen wurde, der in seiner Erscheinung Beton zum Verwechseln ähnlich sieht. Häufig begegnet man diesem Effekt bei Gartentischen, Salontischen oder bei Oberflächen von Kommoden und Sideboards. Auch Tapeten können in Betonoptik daherkommen und verleihen den Wänden dann einen industriellen Look.

Buche

Buchenholz ist ein sehr festes Holz und wird deswegen gerne im Möbelbau verwendet. Hierzulande ist damit die Rotbuche gemeint. Es handelt sich daher um heimisches Holz, das eine gute Umweltbilanz aufweist. Charakteristisch ist die hell-gelblich bis rot-braune Farbe sowie die breiten Strahlen bei der Maserung. Das es ein sehr elastisches Holz ist und leicht verzieht, wird es bevorzugt im Innenbereich eingesetzt. Mit Holzschutzmitteln bearbeitet wird es jedoch witterungsbeständig und kann auch für Outdoor-Möbel verwendet werden.

C

Chaiselongue

Die Chaiselongue – zu Deutsch “langer Stuhl” – bezeichnet ein niedriges, gepolstertes Sitz- und Liegemöbel für eine Person. In der deutschen Sprache hat sich auch der Begriff “Otomane” dafür eingebürgert. Charakteristisch für die Chaiselongue ist ein erhöhtes Kopfende und ein einheitlicher Bezug aus Stoff oder Leder. Sie wird gerne als zusätzliche Sitz- bzw. Liegemöglichkeit im Wohnzimmer oder in der Leseecke genutzt.

Chesterfield-Sofa

Das Chesterfield-Sofa stammt ursprünglich aus England. Sein charakteristisches Design erhält es durch den Überzug aus (häufig gegerbtem) Leder, das mit Nähten im Rautenmuster und Lederknöpfen versehen ist. Dadurch ergibt sich eine besondere Polsterung im Möbel, die durch die angenehme Haptik abgerundet wird und ihm ein edles Flair verleiht. Heute werden Chesterfield-Möbel auch modern interpretiert und z.B. mit einem Überzug aus Samt versehen oder in bunten Farben angefertigt.

Cocktailsessel

Der Cocktailsessel ist eine abgewandelte Form des Clubsessels. Klassisch war er in den 50er-Jahren mit halbhoher, durchgehender Arm-  und Rückenlehne ausgestattet, die den Rücken seitlich leicht umarmte. Getragen wurde er von zierlichen Beinen und fand hauptsächlich in Cocktailbars seinen Auftritt. Heute hat er nicht nur ins Wohnzimmer Einzug gehalten, sondern kommt in moderner Variante auch mit schmaler Form, klaren Linien oder in bunten Farben daher. Auch materialtechnisch gibt es kaum Einschränkungen, besonders beliebt sind z.B. Samt oder Filz.

Clubsessel

Einst als Möblierung von Herrenclubs verwendet, hat der Clubsessel heute längst alle Wohnräume erobert. Der Zweck hat sich jedoch nicht verändert: Einmal Platz genommen, dient er der ausgiebigen Zeitungslektüre oder dem Schwelgen. Das klassische Design im Art Déco-Stil ist eine hohe, gepolsterte Rückenlehne mit zwei ebenfalls gepolsterten Armlehnen. Früher war er ausschliesslich aus Leder geschaffen, heutzutage trifft man den bequemen Sessel auch mit vielen weiteren Bezügen an; besonders beliebt ist Samt.

Couch

Couch ist die englische Bezeichnung für Sofa oder Polstergruppe. Die Sitzgelegenheit ist in vielen verschiedenen Grössen, Materialien und Farben erhältlich. Auf Wunsch gibt es sie auch nach Mass, mit Schlaffunktion oder weiteren Relaxfunktionen. Grundlegend ist jeweils der hohe Sitzkomfort mittels hochwertiger Polsterung und Federung sowie eine grosse Sitztiefe.

D

Dekor

Dekor meint eine bestimmte Art von Muster, die als Verzierung auf einen Gegenstand gemalt oder gedruckt ist. Ein Couchtisch mit einer Platte aus Marmordekor könnte z.B. aus einer Oberfläche aus Glas bestehen, die durch einen Print sehr marmorähnlich wirkt. Ein weiteres Beispiel wäre MDF, also eine Kunststoffplatte, mit Holzdekor. Der Vorteil von Dekor liegt darin, dass es sehr preisgünstig ist, während es optisch hochwertig wirkt.

E

Einlegeboden

Der Einlegeboden tritt bei Schränken oder Kommoden auf und meint ein Regal, also die Ablagefläche innerhalb des Möbels. Einlegeböden können manuell eingebaut, entfernt oder verschoben werden, sodass das Innenleben des Möbels den eigenen Bedürfnissen entspricht. Sie sind häufig aus Materialien wie MDF, Holz oder auch Aluminium geschaffen.

Eiche

Eichenholz ist eine sehr robuste, haltbare Holzart. Es ist witterungsbeständig und resistent gegen äussere Einflüsse. Eiche gehört zu den mittelschweren Hölzern, verzieht wenig, reisst aber schneller als andere Hölzer. Durch Dämpfen wird Eichenholz weich und biegsam. Die Oberfläche von Eiche nimmt die Behandlung mit Holzschutzmitteln gut auf und lässt sich beizen, lasieren und lackieren. Charakteristisch ist seine helle Farbe mit deutlich erkennbaren Jahresringen.

F

Federkernmatratze

Federkernmatratzen enthalten ein Innenleben aus einem Federkern, heutzutage meistens ein Taschenfederkern bzw. Tonnentaschenfederkern. Dieser überzeugt heute mit seinen punktelastischen Eigenschaften, die jenen der Kaltschaummatratzen nahekommen. Punktelastizität bedeutet, dass die Matratze nur da nachgibt, wo der Körper direkten Druck auf die Matratze ausübt. Sie können die Elastizität einer Matratze mit dem Ausüben von Druck mittels eines Fingers prüfen. Damit werden selbst die Bedürfnisse von anspruchsvollen Seitenschläfern befriedigt.

Feuerverzinkt

Feuerverzinken ist ein Verfahren, um Stahl oder Eisen vor Rost und äusseren Einflüssen (Korrosion) zu schützen. Dabei wird das Stahlgestell in ein Bad von flüssigem Zink getaucht. Der Zink bleibt nach dem Trocknen an der Oberfläche des Stahls haften und bildet dort eine durchlässige Schicht. Gleichzeitig verhindert diese Schicht ein Rosten des Stahls in Verbindung mit Luft oder Wasser. Da feuerverzinkte Möbel wetterfest sind, wird das Verfahren häufig bei Gartenmöbeln angewendet.

Fiberglas

Die Bezeichnung Fiberglas wird umgangssprachlich für glasfaserverstärkten Kunststoff (GVK) verwendet. Das häufig für Tischplatten gebrauchte Material überzeugt durch seine Robustheit, Wetterfestigkeit und durch das optisch filigrane Ausssehen, da es in Plattenform häufig lediglich einige Milimeter dick ist.

Fichte

Freischwinger

Beim Freischwinger handelt es sich um einen Stuhl ohne Hinterbeine. Der Name stammt daher, dass die Sitzfläche des Stuhls unter dem Gewicht der sitzenden Person federnd nachgibt, sie “schwingt”. Dies hat einen hohen Sitzkomfort zur Folge. Nebst Stühlen können auch Sessel, Hocker, Liegen oder Sofas als Freischwinger konzipiert sein.

Furnier

Mit Furnier ist eine dünne Deckschicht auf Möbeln aus edlem Holz gemeint. Mit der Furniertechnik können Möbelstücke aus MDF, Spanplatte usw. mit einer Echtholzschicht veredelt werden. Dadurch werden sie hochwertiger, zugleich bleiben sie jedoch preiswerter als Massivholzmöbel.

G

Gewinde

Gepolstert

H

Hochglanz

Es gibt Hochglanzlack und Hochglanzdekor.

Hirnholzeinlage

Hirnholz, auch Stirnholz oder Kopfholz genannt, wird im Unterschied zu üblicherweise genutztem Holz längs zum Stamm, sondern quer zur Faser geschnitten. Die Jahresringe sind so als Kreise an der Holzoberfläche zu erkennen. Eine Hirnholzeinlage in einem Möbelstück hebt sich somit optisch vom restlichen Holz ab, da es einen Kontrast schafft.

K

Kaltschaummatratze

Matratzen aus Kaltschaum zeichnen sich durch eine hohe Punktelastizität und eine schnelle Rückstellkraft aus. Die Rückstellkraft beschreibt, wie schnell die Matratze nach der Belastung wieder in ihren Ursprungszustand zurückkehrt. Kaltschaummatratzen sind zudem einfach in der Handhabung, da sie relativ leicht sind und auch geknickt werden können. Daher sind sie besonders für verstellbare Bettrahmen geeignet. Die Raumgewicht (damit wird die Materialdichte beschrieben) sollte bei mindestens  40 kg/m³ haben, damit die Matratze keine Liegekuhlen bildet und lange genutzt werden kann. Häufig verfügen Kaltschaummatratzen über definierte Liegezonen, die Schulter, Taille oder Hüfte individuell stützen bzw. entlasten und damit für eine optimale Lagerung der Wirbelsäule sorgen. Hausstauballergiker profitieren besonders: Kaltschaum bietet wenig Nährboden für Milben.

Kelvin

Kedernaht

Die Kedernaht ist eine Veredelung von Stoffkanten. Sie gilt als die aufwendigste Art der Kissen- oder Möbelverzierung. Eine Kederschnur aus Textil oder Kunststoff wird dabei um den Kissenstoff gewickelt und eingenäht. Auch kunstvolle Kordeln, Fransen oder Perlenschnüre können dazu verwendet werden. Eine Kedernaht wertet jedes Kissen oder Möbelstück optisch auf und ist daher vielfältig einsetzbar.

Kredenz

Korpus

Korpus meint das Grundgerüst eines Möbelstücks, der eigentliche Körper also. Bei einem Schrank wäre dies das Gehäuse ohne Türen, Schubladen, Regale etc. Der Korpus kann aus verschiedenen Materialien gefertigt sein, beliebt ist auch ein Materialmix zu den Fronten. Zudem ist er häufig in unterschiedlichen Farben erhältlich.

L

Lattenrost

Lumen

M

MDF

Der Begriff “MDF” bedeutet “Mitteldichte Faserplatte” und wird anstelle von Holz im Möbelbau eingesetzt. MDF-Platten bestehen aus fein zerfasertem Holz, das zu einer Platte zusammengepresst bzw. geleimt wird. Es wird häufig als Alternative zu Spanplatten verwendet, ist aufgrund seiner feinen Oberfläche jedoch hochwertiger.

Microfaser

 

N

Nussbaum

O

Oberboden

Der Oberboden ist das Dach eines Schranks, Regals oder einer Kommode. Er schliesst das Möbel nach oben hin ab und wird durch Mittelseiten unterbrochen. Bei Sideboards oder Kommoden kann der Oberboden von einer dekorativen Abdeckplatte (z.B. aus Glas oder Stein) überdeckt werden.

P

Pantone

Pflege

Pulverbeschichtung

Punktelastisch

Siehe unter Federkernmatratze

Pushbeschlag

Moderne Kommoden und Sideboards sind oftmals mit sogennanten Pushbeschlägen ausgerüstet. Das bedeutet, dass die Schubladen oder Türen keine Griffe haben, sondern durch Druck auf die Fronten von selbst öffnen. Möglich macht dies ein bestimmter Mechanismus mit Druckschnäppern. Es handelt sich dabei jedoch nicht um einen Kraftakt: Ein leichtes Tippen mit den Fingern genügt.

R

Rückwand

S

Scandi

Semianilin

Shabby

Sideboard

T

Topper

Türanschlag links/rechts


U

Unterboden

Mit dem Unterboden ist der eigentliche Fuss des Schranks, Regal oder der Kommode gemeint. Je nach Möbel besteht der Unterboden aus einem zusätzlichen Sockel, einer einfachen Platte oder aber aus mehreren vormontierten Bauteilen. Bei vielen Schränken von Schubiger Möbel ist der Unterboden frei wählbar.

 

V

Viskose

Vlies

Vollpigmentiert

W

Wildeiche

Siehe unter Asteiche

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